Sicherheit für die Tafeln im Landkreis Gießen in unsicheren Zeiten

.Die SPD im Landkreis Gießen fordert, dass der Landkreis die Arbeit der Tafeln im Landkreis Gießen zukünftig finanziell unterstützt. Die Kreistagsfraktion beantragt dafür jährlich 40.000 Euro im Haushalt vorzusehen.

„Die Tafeln leisten seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag in der Versorgung von Menschen, die in schwierigen sozioökonomischen Bedingungen leben.“ begründet die Kreistagsabgeordnete Marline Younan den Antrag.

Die Folgen des Kriegs, den Russland gegen die Ukraine führt, bringen die Tafeln jetzt an ihre Grenzen.  Die Zahl der Menschen, die einen Antrag auf Unterstützung stellen, ist sprunghaft angestiegen. Der Krieg ist auch die Ursache von Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln. Die Sachspenden werden dagegen weniger, teilweise müssen die Tafeln Lebensmittel zukaufen, schildert Marline Younan die Situation. „Mit einer finanziellen Unterstützung der Tafeln, unterstützen wir denjenigen Bürgern und Bürgerinnen im Landkreis, die von Armut betroffen sind.„

Die Gelder sollen folgendermaßen aufgeteilt werden:  Die größte Tafel mit Sitz Gießen soll 20.000 Euro erhalten, die Tafeln in Grünberg und Hungen jeweils 10.000 Euro. Zusammen unterstützen die Tafeln an ihren zahlreichen Ausgabestellen im Landkreis jede Woche rund 4600 Personen, darunter 1460 Kinder, mit Lebensmitteln.

Die Arbeit der Tafeln ist ein Beispiel für gesellschaftlichen Zusammenhalt! Die tägliche Arbeit der Tafeln wird von ehrenamtlichen Mitarbeitenden im Fahrdienst, in der Sortierung und an den Ausgabestellen gestemmt. Organisation und Leitung geschieht durch das Diakonische Werk Gießen, das auch Träger aller Tafeln im Landkreis Gießen ist. Die Lebensmittelspenden z.B. der Lebensmittelmärkte, sind ein wichtiger Baustein und sorgen dafür, dass weniger Lebensmittel verschwendet werden.

Dirk Haas„Natürlich muss unser langfristige Ziel sein, Menschen aus der Armut herauszuholen.“ betont der Co-Fraktionsvorsitzende Dirk Haas. Die Bundesregierung ist mit der Anhebung des Mindestlohns, der Ausweitung des Wohngelds und dem Bürgergeld auf dem richtigen Weg. Welche Möglichkeiten der Landkreis hat, war kürzlich Thema eines Armutsforums.  Aus dem ersten Armutsbericht des Landkreises geht hervor, dass eine der Ursachen für Armut hohe Kosten für das Wohnen sind. Wir Sozialdemokraten sehen uns dadurch bestätigt, uns im Landkreis weiterhin für die Förderung von bezahlbarem Wohnraum zu stark zu machen!“

„Diese langfristigen Ziele der Armutsbekämpfung werden wir nicht aus den Augen verlieren. Aktuell geht es darum, die Tafeln bei ihrer wichtigen Aufgabe angesichts der aktuellen Belastungen zu unterstützen und ihnen für ihre wichtige Arbeit ein Stück Planungssicherheit in unsicheren Zeiten zu geben“.

03.11.2022  |  Aus dem Landkreis, Ausschuss für Soziales und Integration (SI), Fraktion-SGIE, Soziales  |  

16.244 Beschäftigte im Landkreis profitieren vom neuen Mindestlohn!

Unser Bundestagsabgeordneter Felix Döring hat folgende Zahlen veröffentlicht: Im Landkreis Gießen profitieren 16 244 Beschäftigte von der zum heutigen 1. Oktober erfolgten Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro. Das sind 13,9 Prozent aller mindestlohnberechtigten Beschäftigten. Diese Zahlen beruhen auf einer Studie des Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung.

01.10.2022  |  Aus dem Landkreis  |  

Neue Energie aus der Rabenau

Von der Kompostieranlage in der Rabenau, wo zukünftig in einer Biovergärungsanlage umweltfreundlich Energie erzeugt werden soll bis zum geplanten Gewerbegebiet »Lumda« an der A5, einem Gemeinschaftsprojekt von Grünberg, Rabenau und Allendorf, in dem die Energie genutzt werden könnte, führte die Wanderung der SPD-Kreistagsfraktion. Im Kreistag wurde kürzlich beschlossen, das Kompostwerk für 27 Millionen € zu sanieren und eine Biogasanlage zu bauen. Vom Gewerbegebiet ist derzeit noch nichts zu sehen, aber die Planungen sollen bald beginnen.

26.09.2022  |  Aus dem Landkreis, KIimaschutz  |  

Das TIG ist eine Erfolgsgeschichte!

SPD-Kreistagsfraktion zu Besuch im Technologie- und Innovationszentrum Gießen

„Das TIG ist eine Erfolgsgeschichte!“ so das Fazit der SPD-Kreistagsfraktion nach ihrem Besuch im Technologie- und Innovationszentrum. „Der Landkreis Gießen, seit Beginn als Gesellschafterin mit dabei, kann auf diese innovative Wirtschaftsförderungsgesellschaft stolz sein!“, so Sabine Scheele-Brenne, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion.

Die Fraktion war ins Europaviertel gekommen, um sich über die aktuelle Situation informieren zu lassen. Geschäftsführerin Antje Bienert berichtete, dass die 6000 m² Büroflächen der vier Gebäude im Europaviertel nahezu komplett vermietet sind, woran auch die Corona-Krise nichts geändert hat. Nicht nur die günstige Miete ist für junge Unternehmen und Startups attraktiv, sondern auch die angebotene Infrastruktur. Fast genauso wichtig ist den jungen Unternehmern der Kontakt zu anderen Gründern aus den unterschiedlichsten Branchen, wie Technologie, Werbung oder Beratung. Vielen Unternehmen fällt es wegen der guten Arbeitsatmosphäre nach der vorgesehenen Verweildauer von 5 bis 8 Jahren nicht leicht, das TIG zu verlassen. Da helfen gute Vorbilder, wie die erfolgreiche medDV GmbH. die nach ihren Anfängen im TIG in Fernwald passende Rahmenbedingungen für die Firmenniederlassung vorgefunden hat.

Mit großem Interesse folgte die Fraktion den Ausführungen Bienerts zum neuen Projekt „Sozialinnovator Hessen“. Dabei geht es um die Unterstützung von Gründungen, die mit unternehmerischen Mitteln gesellschaftliche Probleme angehen wollen, z.B. im Bereich Nachhaltigkeit, Ökologie oder Armutsbekämpfung. Ein sehr schönes Beispiel für Technologietransfer ist MAGIE, der Makerspace Gießen in der Walltorstraße, in dem jedermann neue Technologien wie beispielswiese den 3D-Druck, kennenlernen und ausprobieren kann.

Ein besonderes Augenmerk richteten die Kreispolitiker auf die Kooperationsprojekte zwischen dem TIG und der Wirtschaftsförderung des Landkreises:

Die „TIG akademie“ ist eine Veranstaltungsreihe für junge Unternehmer und Existenzgründer, in denen von Experten aus Unternehmen praxisnahes Wissen aus dem Unternehmensalltag zu Themen wie zum Beispiel Datenschutz, Social-Media-Strategie oder Steuerrecht vermittelt wird. Die „Qualifizierungsoffensive Landkreis Gießen“ unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen vor Ort bei der Weiterbildung ihrer Beschäftigten. Hier gibt zum Beispiel das „Weiterbildungsportal Landkreis Gießen“, über das passgenaue Maßnahmen und Referenten online gefunden werden können. Zur Qualifizierungsoffensive gehört auch die Initiative ProAbschluss des Hessischen Wirtschaftsministeriums, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken soll. Sie richtet sich an Menschen, die in ihrer aktuellen Tätigkeit keine abgeschlossene Berufsausbildung haben und einen Abschluss berufsbegleitend nachholen wollen. Diese Initiative wird neben anderen Geldgebern auch aus Mitteln des Landkreises finanziert.

„Weiterbildung und Qualifizierung spielen im Arbeitsleben eine immer wichtigere Rolle. Eine gute Beratung und die Praxisnähe der Angebote sind für den Erfolg der Maßnahme für Jungunternehmer, Arbeitgeber und Arbeitnehmer im gleichen Maße wichtig. Der Landkreis hat gemeinsam mit dem TIG ein gutes und bedarfsgerechtes Angebot nah am Menschen etabliert!“ beurteilt die Fraktion den Erfolg dieser Kooperationsprojekte.

Bevor sich die Fraktion herzlich bei Frau Bienert für die Gelegenheit zur Information bedankte, wurde an die Diskussionen in der Kreispolitik vor der Gründung 1996 des damals hessenweit einzigen „Gründerzentrums Gießen“ erinnert. Drei Jahre später ging daraus die TIG GmbH hervor. „Aus einer guten Idee wurde eine gute Sache!“.

02.10.2020  |  Allgemein, Aus dem Landkreis, Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt und Energie (IUE)  |